Da war doch gestern tatsächlich das Internt leer und ich konnte erstmalig keinen Blogeintrag tätigen. Zum Glück bietet der Mobilfunkbetreiber unbegrenzte whatsapp Nutzung, weshalb wir der Familie und den Freunden kurz Bescheid geben konnten, dass alles okay ist und kein Grund zur Sorge besteht. Nun gibt es also den Bericht von zwei Tagen und ich habe noch ein paar Fotos in das letzte Album (Layou, Petit Byahaut und die schöne kleine Bucht daneben) hinzugefügt.
Wir sind gestern noch einmal zu der Höhle gefahren, die wir am Tag zuvor auf dem Weg nach Layou entdeckt hatten. Mittlerweile hatten wir erfahren, dass es dort Fledermäuse geben sollte, welches die ganze Sache noch spannender machte. Leider hatte der Wind mittlerweile ordentlich zugenommen und die hohen Wellen ließen ein „beschwimmen“ der Höhle nicht zu. Wir fuhren aber ganz nah ran und konnten die Fledermäuse deutlich hören, welches auch schon ein tolles Erlebnis darstellte! Danach erkundeten wir die kleine Bucht neben Petit Byahaut und ließen es uns dort bei einem kleinen Picknick gut gehen. Da der Wind stetig zunahm und unser Ankerplatz sehr unruhig wurde, entschieden wir nachmittags wieder aufzubrechen und nach Kingstown zu fahren. Mit nur einem funktionierenden Motor und starkem Gegenwind war uns klar, dass wir recht viel Zeit benötigen würden. Wir planten 1,5 Std und hatten dann noch einen Puffer von 30 Minuten bis es Dunkel wurde. Schnell wurde jedoch klar, dass wir die Situation unterschätzt hatten- ein Katamaran ist einfach eine ganz andere Nummer was den Windwiderstand anbelangt und mit bis zu 24 Knoten Gegenwind hatte der eine Motor doch ordentlich zu kämpfen. Da es auf dem Weg keine andere Ankermöglichkeit gab, mussten wir dennoch unser geplantes Ziel beibehalten und liefen nach knapp 3 Stunden in der Dunkelheit vor „Joung Island“ ein (hier haben wir auch unsere Quarantäne verbracht). Eine Boje zu suchen machte im Dunkeln wenig Sinn, weshalb wir uns auf ein Ankermanöver einstellten. Dann kam jedoch ein Boot angerauscht und Jimmy begrüßte uns überschwänglich. Er lotste uns zu einer der letzten freien Bojen und wir waren doch sehr froh, als alle Taue saßen und wir unseren wohl verdienten Anleger trinken konnten. Nach den letzten Tagen in der absoluten Einsamkeit ist es nun auch mal wieder schön, zwischen anderen Booten zu liegen (nahezu alle befinden sich allerdings in Quarantäne).
Heute morgen tätigten wir dann unseren Großeinkauf (endlich wieder Joghurt!) und fuhren nachmittags eine Bucht weiter an den „Canash Beach“, der für die Kinder ideale Bedingungen zum unbeschwerten Planschen bietet. Steffen ließ uns dort alleine und machte sich auf die Suche nach dem notwendigen Ersatzteil für den Motor. Kurze Info zu dem Problem: Die Wasserpumpe ist undicht und verteilt Seewasser, welches für den Motor absolut nicht gut ist. Weiterhin hat unsere Ruderanlage auf der gestrigen Fahrt deutlich zu viel Spiel gezeigt- der Wechsel der Ruderlager steht bereits auf der To-do-Liste, aber nun ist klar, dass wir diesen nicht mehr länger aufschieben sollten. Ob der Wechsel im Wasser überhaupt funktioniert wird sich erst noch zeigen- evtl. müsste die Tweeny dafür auch an Land gebracht werden, welches erst wieder in Martinique möglich wäre. Bis dahin können wir so aber eigentlich nicht mehr segeln- Steffen hat die Sorge, dass wir einfach unterwegs ein Ruder verlieren könnten…
Naja, unserer guten Stimmung tut das alles absolut keinen Abbruch- wir haben keinen Stress und müssen erst Mitte März in Martinique sein, falls meine Eltern überhaupt wie geplant einreisen können. Weiterhin müssen wir dringend noch einige Dinge kaufen- durch die Anreise mit dem Flugzeug haben wir ja nur das Notwendigste mitnehmen können und leben an der einen oder anderen Stelle doch noch sehr spartanisch. Wir hoffen, dass wir diesbezüglich in Kingstown fündig werden.


Kommentar hinzufügen
Kommentare